Bewässern! – Aber wie?

Anbaupraxis Bewässerung

Autor: Thomas Schäfer, Agrarwirt, b. a.


Das Thema Bewässerung der Trüffelanlage ist weitreichend und vielschichtig. Es wird in meinem Artikel nicht darum gehen, ob eine Bewässerung sinnvoll oder nicht sinnvoll ist. Es wird auch nicht auf die Wirtschaftlichkeit eingegangen, sondern auf die grundlegenden Möglichkeiten eine Bewässerung der Pflanzen zu gewährleisten. Zu unterscheiden ist zunächst, woher kommt das Wasser, das auf der Plantage benötigt wird und wie kann das Wasser an die Pflanze gelangen. Hier möchte ich nur das Thema behandeln, wie kann das Wasser an die Pflanze kommen.

Bewässerung über ein Brunnensystem

Sicherlich ist die Bewässerung über ein Brunnensystem eine feine Sache. Der „Wasseranschluss“ liegt dann sozusagen vor Ort an und muss nur noch zur Pflanze gelangen. Wenn die Bodenbegebenheiten passen und die verwaltungsbedingten, gegebenenfalls anfallenden Genehmigungen erteilt sind, kann damit ein sich selbst einstellbares Bewässerungssystem eingerichtet und auf Dauer genutzt werden. Den Brunnenbau übernehmen Fachfirmen, es wird eine Bohrung bis zu einem „Wasserpunkt“ sowie die Technik mit Pumpensystem benötigt. Der Brunnen und die Brunnentechnik kann überdies mit einem Container geschützt werden. Die Wasserentnahme und Nutzung kann dann frei, je nach Arbeitsweise des Trüffelanbauers verwendet werden. Von Hand mit Gießkanne oder mit Maschinen oder auch über ein Schlauchsystem. Mit der entsprechenden Technik lässt sich sogar ein komplett eigenständiges System verwirklichen. Über Stromversorgung, möglich auch über Photovoltaik auf dem Dach des Containers, können ganz ohne weitere Arbeitsschritte des Anbauers, die Pflanzen zu vorab festgelegten Zeiten beispielsweise über eine Schlauchbewässerung bewässert werden.

Bewässerung über Schlauchsysteme

Liegt Wasser auf der Trüffelfläche bereit oder kann Wasser bereitgehalten werden, dann kann mit einem Schlauchsystem die einzelne Pflanze oder auch nur Teilflächen bewässert werden. Es gibt hier die Möglichkeit einer Tröpfchenbewässerung einer jeden einzelnen Pflanze, als auch einer Bewässerung mit einer Sprinkleranlage. Beides hat Vor- und Nachteile und wird sich in den kommenden Anbaujahren bestimmt näher als positiv und negativ festhalten lassen. Wichtig ist jedoch bei beiden Methoden, dass sie funktionieren, dass die Schläuche sauber verlegt und die Bewässerung regelmäßig kontrolliert wird. Falls nämlich an einzelnen Pflanzen die Bewässerung ausfällt, kann je nach Trockenheit auch ganz schnell die Pflanze absterben. Mit der entsprechenden Technik lässt sich auch hiermit ein komplett eigenständiges System verwirklichen. Über Stromversorgung, möglich auch über Photovoltaik, können ganz ohne weitere Arbeitsschritte des Anbauers, die Pflanzen zu vorab festgelegten Zeiten bewässert werden.

Bewässerung mit dem Traktor

Wer einen Traktor zur Bewässerung nutzen kann und jede einzelne Pflanze anfährt, hat sicherlich seine Arbeitsstunden hierfür zu rechnen. Eine Methode, die in jedem Fall erfolgreich zur Bewässerung eingesetzt werden kann und lediglich den „Traktor“ mit Technik hierfür voraussetzt.

Bewässerung mit der Gießkanne

Auch das ist möglich, je nach Größe der Anlage kommen hierbei sicherlich ein paar viele Arbeitsstunden mit Kraftaufwand zusammen. Aber natürlich, auch so kommt das Wasser bei der Pflanze an.

Sonstige Möglichkeiten der Bewässerung werden sicherlich noch erprobt werden müssen.

 

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